Fotodrucker, Thermosublimation oder Tintenstrahler, was ist besser?

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Das wichtigste gleich als aller erstes, es gibt bei den beiden Druckverfahren die bei Fotodruckern eingesetzt werden kein besser oder schlechter. Unterschiede findet man hauptsächlich zwischen den einzelnen Druckermodellen und die feinen Unterschiede sind oft nur zu sehen wenn man wirklich ganz genau hinschaut.

Trotzdem gibt es natürlich Unterschiede und die haben damit zu tun, dass die Druckverfahren einfach unterschiedlich sind. Also wollen wir zuerst einen Blick auf die beiden Methoden werfen und so auch gleich die Unterschiede betrachten.

Fotodrucker mit Thermosublimation

Das Thermosublimation-Druckerverfahren ist ein Farbdruckverfahren, bei dem ein spezielles Farbwachs auf das zu bedruckende Papier aufgebracht wird.

Der Druckkopf dieser Drucker ist mit Heizelementen besetzt die Temperaturen bis zu 400° C erreichen und pixelgenau das Farbwachs erhitzen.

Durch die verzögerungsfreie Erhitzung des Farbwachs ändert die Farbe schlagartig ihren Aggregatzustand und geht von fest in gasförmig über.

Um mit dieser Methode drucken zu können braucht man ein spezielles polyesterbeschichtetes Fotopapier. Dieses Fotopapier verbindet sich vollständig mit den Farbpigmenten die beim Verdampfen entstehen.

Ein wirklich schöner Effekt des Thermosublimationsdruck ist es, dass keine fühlbare Farbschicht entsteht, was bei einem Tintenstrahler durchaus vorkommen kann.

In der Regel wird ein Foto in insgesamt vier Durchgängen gedruckt. Zuerst kommen die Farben Cyan, Magenta und Yellow, danach wird abschließend eine Fixierschicht aufgetragen die das Bild besonders farbecht und widerstandsfähig macht.

Einer der bekanntesten Fotodrucker die den Thermosublimationsdruck nutzen ist der Selphy CP910 von Canon. Begünstigt durch das Druckerverfahren wirbt Canon unter anderem mit Bildern die 100 Jahre farbecht bleiben.

Tintenstrahl-Fotodrucker

Ich möchte mich hier was das Tintenstrahldruckverfahren angeht nur kurz und allgemein halten. Es ist nämlich so, dass es im Bereich der Tintenstrahler mehrere unterschiedliche Verfahren gibt die genutzt werden. Weil ich aber auch niemanden der es ganz genau braucht im Regen stehen lassen will, hier gibt es alles zum Thema Tintenstrahldrucker auf Wikipedia.

Ganz allgemein, funktioniert ein Tintenstrahldrucker folgendermaßen. Winzige Düsen die in den Druckköpfen verarbeitet sind bringen feinste Bildpunkte in Form von Farbtröpfchen auf das Blatt.

Dazu werden die entsprechenden Düsen über das Papier gebracht und dann wird eine feine Menge Tinte auf das Papier gestrahlt.

Tintenstrahldrucker können sehr feine aber auch recht grobe Druckbilder ausgeben, je niedriger die abgegebene Menge Tinte ist, desto feiner ist auch das Druckbild.

Hier ein kleines Beispiel dafür, wie fein diese Düsen arbeiten können.

Der Canon Pixma Pro-100, ein professioneller Fotodrucker, arbeitet mit der, von Canon so bezeichneten, FINE-Technologie. Die in den Druckköpfen verarbeiteten Mikrodüsen sind in der Lage bis zu 3pl feine Tröpfchen auf das Papier zu bringen.

Wie fein ist das?

Ein Picoliter mit der Einheit pl entspricht etwa 0.000000000001/Liter.

Damit dürfte klar sein zu was für Leistungen die hochwertigen Fotodrucker mit Tintenstrahltechnologie in der Lage sind.

Eine Schwachstelle für Beide

Es gibt eine Schwachstelle die beide Druckertypen gemeinsam haben. Beide verwenden in der Regel keine zusätzliche schwarze Tinte.

Bei normalen Farbfotos die man nach seinem Urlaub druckt ist das alles kein Problem. Schwierig wird es allerdings wenn man im Bereich der S/W Fotografie unterwegs ist.

Hier ist es selten, dass ein handelsüblicher Drucker wirklich zufriedenstellende Ergebnisse produziert.

Wer hauptsächlich Fotos in Schwarz/Weiß drucken möchte der sollte sich einfach mal in den höheren Preiskategorien umschauen.

Hier gibt es Fotodrucker die eindeutig dazu fähig sind hochwertige S/W Fotos zu drucken.

So sind Geräte wie z.B. der Canon Pixma Pro-1 mit insgesamt 12 Tintenpatronen ausgestattet. Alleine 5 dieser Patronen sind für die Farbtöne Fotoschwarz, Mattschwarz, Grau, Hellgrau und Dunkelgrau.

Kein Wunder also, dass der Pixma Pro-1 überall da bejubelt wird wo es um S/W Fotografie geht.

Alles in Allem

Am Ende bleibt eigentlich nur die Feststellung, dass die beiden Systeme Thermosublimation und Tintenstrahl sich im Grunde kaum etwas nehmen.

Die Drucker die ich bisher kennen lernen durfte haben entweder gute Fotos gedruckt und das völlig unabhängig davon welches Verfahren sie nutzen, oder sie haben einfach keine guten Fotos gedruckt.
Zweiteres hatte dann aber auch nichts mit dem verwendeten Druckverfahren zu tun.

Einzig im Bereich der Schwarz/Weiß Fotodrucke würde ich immer zu einem der High-End-Fotodrucker der auf diese Bilder spezialisiert ist raten.

Noch ein kleiner Hinweis, dass ich für meine Beispiele nur Canondrucker aufgezählt habe ist Zufall und mir auch erst im Nachhinein aufgefallen. Es gibt natürlich auch gute Fotodrucker anderer Hersteller, werfen Sie doch z.B. einfach mal einen Blick auf Fotodrucker Reviews hier auf der Seite.

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