Einen Fotodrucker kaufen – Mein Ratgeber für Sie

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Das wichtigste, das man wissen sollte wenn man einen Fotodrucker kaufen will ist, dass so ein spezieller Drucker tatsächlich nur dazu geeignet ist Fotos zu drucken. Es gibt zwar Multifunktionsdrucker die auch einen Einschub für Fotos haben, die Qualität eines Fotodruckers erreichen sie aber definitiv nicht. Damit willkommen bei meinem Ratgeber zum Thema Fotodrucker kaufen in dem ich Ihnen alles Wissenswerte und wichtige zu diesen speziellen Druckern erzählen möchte.

Wollen Sie lieber den Theorieteil überspringen und gleich zu den Druckern springen? Hier finden Sie meinen Fotodrucker Test in dem ich meine 5 Favoriten vorstelle.

Im Gegensatz zu normalen Druckern sind viele Fotodrucker relativ klein und deswegen auch leicht zu transportieren. Logischerweise können sie durch ihre Größe auch nur eine bestimmte Größe Papier bedrucken, das Fotopapier. Es gibt aber auch A4 taugliche Fotodrucker, dazu aber später mehr.

Ich muss ehrlich sagen, ich habe schon einige gehört die sagen, wenn der Drucker nur Fotos drucken kann dann nutzt er ja auch wenig, ich sehe das aber ganz anders. Hochwertige Bilder auf tolles Papier zu drucken und sie in Alben sammeln zu können, zu verschenken oder einfach in einem Bilderrahmen aufzustellen ist so viel schöner, als tausende digitale Bilder irgendwo auf dem PC zu haben, die man sich dann nie wieder anschaut. Wenn man das will und den emotionalen Wert von einem Foto zu schätzen weiss, dann ist ein Fotodrucker bestimmt genau das Richtige.

Der wichtigster Grund für einen Fotodrucker

Ganz klar, die Qualität der Bilder bzw. der Ausdrucke. Viele Heimdrucker machen mit passendem Fotopapier auch einen recht guten Job. Schaut man aber ganz genau hin, ist es das letzte Bisschen an Qualität das den Ausdruck des Fotos mit einem Fotodrucker perfekt macht. Wer für seine Bilder die Qualität haben möchte die er aus der Drogerie bzw. dem Fotolabor kennt der ist mit einem Fotodrucker deutlich besser beraten.

Fotodrucker die nur das normale Fotoformat unterstützen eignen sich nicht irgendwelche anderen Drucke, es gibt aber auch A4 Fotodrucker die dann natürlich in der Lage wären auch Dokumente auszudrucken. Es ist aber so, dass sich beim Fotodrucker die Technik einfach sehr auf die hohe Bildqualität fokussiert und deswegen gedruckte Dokumente unscharf erscheinen können.

Die optimale Lösung ist eigentlich einen guten Universaldrucker für Bürokram zu haben und für Fotos dann einen hochwertigen Fotodrucker der nur zu drucken von Fotos genutzt wird.

Mit PC oder ohne PC

Bei Fotodruckern gibt es zwei Möglichkeiten der Bedienung, zum einen wie man das von den meisten Druckern kennt am PC. Die so genannten Snapshot Drucker können aber auch komplett autark benutzt werden und müssen nicht an einen PC angeschlossen werden.

Snapshot-Drucker

Diese Drucker machen einfach Spaß. Sie sind einfach und komfortabel zu bedienen und dabei müssen diese Fotodrucker nicht mal an den PC angeschlossen werden. Sie verbinden einfach eine Digitalkamera mit dem Drucker oder legen eine Speicherkarte in das Gerät ein und schon können Sie am Drucker selbst die Bilder durchgehen und auswählen welche Sie drucken wollen.



Einige von den Snapshot-Drucken sind so handlich, dass sie sogar mit zu z.B. Partys genommen werden können. Besonders viel Spaß machen solche Fotodrucker auch auf Familienfeiern oder Hochzeiten.

Einfach nur schnell die Bilder über ein integriertes Display auswählen und drucken reicht den Snapshots aber nicht. Die günstigen Modelle haben zwar oft nur wenige Einstellungsmöglichkeiten aber Tools um rote Augen zu entfernen, Ränder zu beschneiden und der eine oder andere Filter ist eigentlich immer dabei. Die teureren Modelle bieten dann oft Funktionen bei denen man sich wirklich überlegen sollte ob man sie braucht. Überschriften einfügen oder auf dem Bild zeichnen mag noch ganz lustig sein aber teure Optionen wie das Einfügen von Bildern in Layout oder z.B. in Kalender sind oft mit einem deutlich höheren Preis verbunden. Überlegen Sie also genau welche Funktionen Sie wirklich brauchen.

Snapshotdrucker gibt es in 2 Varianten, zum einen als Tintenstrahldrucker oder mit Farbstoffsublimation. Bei der Farbstoffsublimation wird die Farbe über eine Tintenrolle auf das Papier gebracht.

Ich persönlich konnte kaum Unterschiede feststellen mit einer Ausnahme, Farbstoffsublimationsdrucker produzieren ziemlich viel Müll, bei der Bildqualität gab es kaum Unterschiede.

Fotodrucker am PC

Das Gegenstück zu den Snapshot-Druckern sind die Fotodrucker die am PC angeschlossen werden und dann natürlich alle Vorteile eines Heimdruckers mit sich bringen. So kann man die Bilder über eine Bildbearbeitungssoftware vor dem Ausdruck entsprechend komfortable bearbeiten.

Qualitative Vorteile haben die pc-gebundenen Fotodrucker aber nicht.

Fotodrucker mit Display

Nicht nur die Snapshot-Fotodrucker sondern auch einige der Modelle die fest verkabelt werden müssen verfügen über ein Display. Gerade im Bereich des Fotodruck ist ein Display eine tolle und besonders einfach Möglichkeit sich durch die eigenen Fotos zu navigieren und auch den Drucker zu bedienen.

Bei dem Display gilt, je größer desto besser. Mit einem großen Display bekommt man einen besseren Eindruck von dem Bild und schlechte Aufnahmen lassen sich leichter vorsortieren. Auch die Bearbeitung der Bilder ist mit einem großen Display deutlich einfacher da man bedeutend mehr Details sehen kann und so im Vorfeld einfacher ausschließen kann, dass einem das Druckergebnis hinterher auch gefällt.

Nicht zuletzt wird die Navigation mit einem großen Display deutlich einfacher. Ältere Modelle werden oft über Knöpfe am Drucker selbst bedient, einige der neueren Fotodrucker haben auch schon Touchscreen.

Ports und Steckplätze

Ein wichtiger Tipp, den ich allen die auf der Suche nach einem Fotodrucker sind geben kann, achten Sie unbedingt auf die Ports und Steckplätze. Nicht wäre ärgerlicher als wenn der neue Fotodrucker nach dem Kauf nicht eingesetzt werden kann weil kein Steckplatz für die Speicherkarte der Kamera vorhanden ist.

Alternative können Sie auch darauf achten, dass der Drucker eine PictBridge Schnittstelle hat. Dann können Sie Ihre Kamera via Kabel an den Drucker anschließen.

Viele neue Fotodrucker bieten mittlerweile die Möglichkeit USB-Sticks anzuschließen und dann mit dem Display einfach die passenden Bilder auf dem Stick auszuwählen.

Achten Sie aber auf jeden Fall darauf die richtigen und vor allem auch genügend Anschlussmöglichkeiten zu haben, so vermeiden Sie böse Überraschungen.

Papierformat, Papierqualität und Farben

Wichtig bei der Auswahl eines Fotodruckers ist auch die Frage nach den Formaten, die Sie drucken wollen. Das Standard-Fotoformat 9 x 13cm kann in der Regel jeder Fotodrucker drucken. Sind Sie auf der Suche nach Druckern mit speziellen Formaten dann achten Sie beim Kauf unbedingt auf die unterstützten Formate. Fotodrucker der Firma HP ermöglichen z.B. die Formate 10 x 15 cm und 9 x 26 cm.

Die großen Tintenstrahl-Fotodrucker die am heimischen PC betrieben werden sind am flexibelsten was das Papierformat angeht. An diesen Geräten können praktische alle Formate von 9 x 13 cm bis zu A4 eingelegt und gedruckt werden. Auch Sonderformate sind hier möglich.

Papierqualität

Ein Fotodrucker ist einfach gesagt ein teures Spielzeug und dabei geht es nicht mal unbedingt um die Anschaffung sondern um den Unterhalt. Die meisten Hersteller optimieren ihre Drucker auf Originalpapier und Originaltinte. Günstige Alternativen sind leider oft mit Einbußen bei der Qualität verbunden. Wollen Sie also einen Fotodrucker kaufen, dann achten Sie auch auf die Folgekosten.

Papiersensor

Eine Möglichkeit den meist preisintensiven Originalprodukten entgegen zu wirken sind Fotodrucker mit Papiersensor.

Diese Drucker sind darauf ausgelegt mit jedem eingelegten Papier das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, da sie mittels Sensor das eingelegte Papier erkennen und im Zweifel die Voreinstellungen des Druckers anpassen.

Anzahl der Farben im Fotodrucker

In den bekannten Heimdruckern findet man meist 4 Farbpatronen, Schwarz, Geld, Magenta und Cyan. Fotodrucker haben sehr oft 6 Farbpatronen. Zusätzlich zu den bereits erwähnten Patronen finden sich zusätzliche für Light Cyan ein sehr helles Blau und Light Magenta ein sehr helles Rot. Mit diesen beiden zusätzlichen Tönen können die Fotodrucker Übergänge und sehr leichte Farbunterschiede besser drucken und die Bilder werden um einiges realistischer.

Verbrauchskosten eines Fotodruckers

Bei der Anschaffung ist die Preisspanne bereits beachtlich. Die günstigen Fotodrucker fangen bei etwa 80 Euro an aber auch Geräte für weit über 400 oder 500 Euro sind nicht selten.

Was man im Vorfeld immer Recherchieren sollte, will man einen Fotodrucker kaufen, sind die Folge- bzw. Verbrauchskosten die in der Regel deutlich höher sind als bei einem normalen Bürodrucker.

Das Hochglanzpaper (Glossy-Papier) das für die Fotos verwendet wird ist oft nicht günstig und wie bereits erwähnt sollte man immer darauf achten hier das Papier zu verwenden das der Druckerhersteller empfiehlt. Nur so erreicht man das Optimum in Sachen Druckqualität.

Neben dem oft teuren Papier ist die Tinte die zweite wichtige und nicht ganz günstige Komponente. Fotodrucker bedrucken in der Regel die gesamte Fläche des Papiers, kein Wunder also, dass die Tintenpatronen recht oft erneuert werden müssen.

Bei Fotodruckern gibt es 2 Möglichkeiten wie die Tinte auf das Papier kommt. Es gibt Drucker die haben alle Farben bzw. Patronen in einer Kartusche und es gibt Fotodrucker bei denen man die Farbpatronen einzeln tauschen kann. Was die Kosten angeht hat hier die Variante mit den einzelnen Patronen die Nase vorn. Bei einem Drucker mit Patronenkartusche kann es nämlich schnell vorkommen, dass man die gesamte Kartusche tauschen muss obwohl in einigen Fächern noch Farbe enthalten ist.

Bildbearbeitung am Fotodrucker

Selbst mit einer Top-Kamera sind Fotos nicht immer gleich im besten Zustand. Oft ist ein wenig Nacharbeit notwendig damit das Foto perfekt wird, damit die Farben so richtig leuchten, damit alles gestochen scharf ist und damit rote Augen verschwinden. Am heimischen PC ist das entweder mit einer gekauften Software kein Problem und auch die kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme sind für diese Zwecke mehr als ausreichend.

Was aber wenn der Drucker gar nicht an den PC angeschlossen werden muss, also ein Snapshot-Drucker ist?

Dann ist es Sinnvoll die Augen nach einem Fotodrucker offen zu halten der eine automatische Bildkorrektur hat und die Bildqualität selbstständig anpasst. Gerade z.B. rote Augen sind hier ein beliebtes Thema. Soll der Drucker diese Korrekturen ab selbst vornehmen braucht er z.B. im Falle der roten Augen eine Gesichtserkennung.

Snapshot-Fotodrucker mit Display haben meist zusätzlich zu der Autokorrektur der Bilder auch die Möglichkeit Anpassungen manuell vor zu nehmen.

Fazit zum Thema Fotodrucker kaufen

Geeignet sind Fotodrucker vor allem für Menschen die gerne Bilder in der Hand halten oder verschenken und gerne unabhängig von Fotolabors sein wollen. Nicht zu verachten ist auch die Qualität der Ausdrucke bei denen ein Standard-Drucker auch mit Fotopapier nicht mithalten kann.

Zwar ist es im Durchschnitt etwas teurer seine Fotos selber zu drucken aber man spart sich mit einem eigenen Fotodrucker die Laborzeiten und hat seine Bilder gleich zur Hand.

Den Fotodrucker ebenfalls als Bürodrucker zu benutzen ist nicht ratsam, wenn Sie auch viel Unterlagen und Dokumente drucken macht es Sinn einen zweiten Allround-Drucker für die Bürounterlagen anzuschaffen.

Nicht vergessen sollte man auch den emotionalen Wert. Viele schöne Erinnerungen fristen ihr Dasein auf Speicherkarten obwohl sie eigentlich einen Platz in einem Fotoalbum verdient hätten.

Einen Fotodrucker kaufen – Mein Ratgeber für Sie
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